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Der UnSinn des Lebens

 

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LOHRBÄR

 

Der unSinn des Lebens






"Cocooning" - Coco Lores 28.-30. April. 20:30 Coco Lores

ein Abend in Kassler und Hornhaut

Man könnte glauben, COCOoning habe irgendetwas mit COCO Lorès zu tun – hat es aber nicht: Cocooning kommt von frz. Cocon, zu deutsch: Kokon.

Der Kokon ist das, worin sich die Seidenraupe einspinnt, um nicht gefressen zu werden. Sie klebt sich unappetitlich eingewickelt hinter ein Blatt und hat ihre Ruhe.

Der Mensch versucht das gleiche angesichts der Bedrohungen in der Welt: Er wickelt sich in seinen Jogginganzug ein und klebt sich in die Sofa-Ecke – damit er nicht von Osama bin Laden oder Hartz IV gefressen wird.Der Begriff „Cocooning“ wurde in den 80er Jahren von der amerikanischen Trendforscherin Faith Popcorn geprägt und geistert seitdem in allen möglichen Lebensbereichen herum.

Ob Möbelhäuser, Hobbyutensilienanbieter, Badezimmereinrichter, Immobilienfritzen, HiFi-, Computer- und TV-Dealer: Alle bemühen dieses Wort, um die KonsumentInnen noch mal vom Sofa hoch zu holen für einen Kauf, der sie hinterher noch stärker an dasselbe fesselt.Cocooning entspringt dem instinktiven Bedürfnis des Menschen nach Befriedigung seiner Grundbedürfnisse (Essen, Trinken, Schlafen) und nach Sicherheit. Es ist eine stammhirngeleitete Reaktion auf ein unübersichtliches Außen. Seit der Steinzeit hat sich da nichts geändert: Schön in der Höhle hocken und lecker was zu essen haben. Und damit keiner rein kommt und stört, den Stein vor die Höhle rollen. Früher hat man die Höhlen mit Gras ausgelegt. Heute gibt es Laminat. Statt des Mammuts als Wintervorrat, lagern wir ganzjährig Tiefkühl-Pizza ein. Dem Indoor-Cocooning steht zudem noch das Outdoor-Cocooning gegenüber: Die Tendenz zum Kleingarten ist selbst in linken und autonomen Kreisen nicht mehr zu kaschieren.

Nur gut, dass es das „Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe“ gibt, da sind wir wenigsten vorbereitet, falls doch mal was Schlimmes passiert. Was? Ihr habt Euren staatlich empfohlenen Katastrophen-Nahrungsnotvorrat für zwei Wochen noch nicht eingelagert und der gepackte Notfall-Rucksack steht nicht griffbereit? Ihr habt keinen Helm, keine Gasmaske und kein Camping-Klo? Ihr seid nicht gut vorbereitet!Coco traf auf das Thema Cocooning, als sie sich beim Kauf eines Sofas ertappte, und so entstand dieses abendfüllende Programm.

Und wer ist eigentlich Coco Lorès?

Coco Lorès ist eine Dame älteren Baujahrs, die vor mehr als 25 Jahren nach Berlin kam um ihren internationalen Durchbruch zu forcieren. Nach langen Jahren des Sammelns und Jagens erlebte man sie 1998 das 1. Mal auf der Bühne. Damals noch mit ihrer Pianistin Pia Noforte. Die Programme „Mit Ton & Takt aus dem Jahrtausend“ und „Die blutigen Tränen der Madonna von D.“ wurden im Theater Charlottchen und im Café Theater Schalotte uraufgeführt. Schon damals zeichnete sich Coco auch als Texterin verantwortlich. So auch heute: Was Coco sagt und singt, hat sie selbst geschrieben. Als Coco und Pia getrennte Wege einschlugen, exhumierte Coco ihre kleine blaue Gitarre und untermalt sich musikalisch nun eigenhändig, meistens nach dem Motto: "Ich bin heute Abend mit so vielen Tönen verabredet – die kann ich gar nicht alle treffen!"